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PH Zug verzeichnet erneut hohe Anmeldezahlen
Die Polizeikorps der Zentralschweiz weisen erneut auf die Gefahr hin, dass Ablenkung im Strassenverkehr tödlich enden kann.
Telefonieren ohne Freisprechanlage, Nachrichten schreiben oder der schnelle Blick aufs Handy: Ablenkung im Strassenverkehr bleibt weit verbreitet. Bei Schwerpunktkontrollen in der Zentralschweiz registrierte die Polizei innerhalb von drei Wochen hunderte Verstösse.
Mit der Kampagne «Ablenkung kann töten» wollten die Polizeikorps der Zentralschweiz erneut auf die Gefahren von Unaufmerksamkeit im Strassenverkehr aufmerksam machen. Trotz intensiver Präventionsarbeit und gezielter Kontrollen zeigt sich jedoch: Viele Verkehrsteilnehmende unterschätzen das Risiko weiterhin massiv. Während der dreiwöchigen Aktion vom 27. April bis zum 17. Mai kontrollierten die Polizeikorps gezielt Fahrzeuglenkende in der gesamten Zentralschweiz. Der Fokus lag dabei insbesondere auf der Nutzung von Smartphones während der Fahrt. Die Bilanz fällt deutlich aus: 27 Personen wurden angezeigt, knapp 430 weitere mit einer Ordnungsbusse gebüsst. Die Anzeigen erfolgten vor allem wegen schwerwiegender Verstösse. Mehrere Lenkerinnen und Lenker hatten während der Fahrt Nachrichten geschrieben oder ihr Smartphone aktiv bedient. Für die Betroffenen kann dies weitreichende Folgen haben: Neben einer Anzeige droht ihnen im Rahmen eines Administrativverfahrens auch ein Führerausweisentzug.
Noch häufiger stellte die Polizei Verstösse wegen Telefonierens ohne Freisprechanlage fest. Die meisten fehlbaren Verkehrsteilnehmenden waren mit Autos oder anderen Motorfahrzeugen unterwegs. Allerdings trafen die Kontrollen auch Zweiradfahrer: Fünf Mofa- und Velofahrende wurden ebenfalls gebüsst. Die Aktion ist Teil einer bereits 2024 lancierten Sensibilisierungskampagne. Unter dem Motto «Ablenkung kann töten» setzen die Polizeikorps nicht nur auf Kontrollen, sondern auch auf Prävention. Mit Plakaten, Informationskampagnen und Beiträgen in sozialen Medien soll das Bewusstsein für die Risiken geschärft werden.
Denn bereits wenige Sekunden Unaufmerksamkeit können gravierende Folgen haben. Wer während der Fahrt aufs Handy schaut, reagiert später, übersieht Gefahren oder verliert kurzzeitig die Kontrolle über das Fahrzeug. Gerade bei höheren Geschwindigkeiten können diese Momente entscheidend sein. Die Zentralschweizer Polizeikorps appellieren deshalb erneut an alle Verkehrsteilnehmenden, sich voll auf den Verkehr zu konzentrieren. Ablenkung am Steuer sei kein Kavaliersdelik, sondern könne im schlimmsten Fall Menschenleben kosten.
• Unterlassen Sie beim Fahren ablenkende Aktivitäten und fokussieren Sie Ihren Blick auf das Verkehrsgeschehen.
• Programmieren Sie Ihr Navigationsgerät vor der Abfahrt.
• Verzichten Sie insbesondere auf das Lesen und Schreiben von SMS sowie aufs Telefonieren am Steuer (weder mit dem Handy noch mit der Freisprechanlage).
• Halten Sie an einem sicheren Ort an, wenn Sie etwas Dringendes erledigen müssen.
UG
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