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Die EVZ-Kapitänin fällt nach einer Knieverletzung mehrere Wochen aus. Sie fehlt dem Schweizer Nationalteam an der Weltmeisterschaft in Dänemark.
Wenn die Schweizer Frauen-Nationalteam am Freitag, 6. November, in Dänemark in die Eishockey-Weltmeisterschaft startet, wird eine wichtige Spielerin fehlen: Lara Stalder. Die Kapitänin des EV Zug und des Nationalteams hat sich Ende Oktober im Meisterschaftsspiel gegen Lausanne am Knie verletzt. Die 32- Jährige fällt sechs bis acht Wochen aus und verpasst damit das Turnier. Für die Schweizerinnen ist ihr Ausfall ein Verlust – sportlich wie auch mit Blick auf ihre Erfahrung und Führungsrolle. Die Verletzung ereignete sich am 24. Oktober beim 2:0-Heimsieg des EV Zug gegen Lausanne. Kurz vor der zweiten Pause kam es zu einem Zusammenprall mit der Lausanner Spielerin Maya Labad. Stalder blieb auf dem Eis liegen, hielt sich das Knie und musste gestützt in die Kabine begleitet werden. Sie kehrte nicht mehr aufs Spielfeld zurück. Eine MRI-Untersuchung brachte anschliessend die Diagnose und die Gewissheit, dass sie mehrere Wochen pausieren muss.
Lara Stalder zählt seit Jahren zu den bekanntesten Spielerinnen des Schweizer Frauen-Eishockeys. Die Luzernerin bringt viel internationale Erfahrung mit und hat ihre Karriere in verschiedenen hochklassigen Ligen fortgesetzt. Unter anderem spielte sie in Nordamerika für die University of Minnesota Duluth und später in Schweden. Dort sammelte sie nicht nur sportliche Erfahrung, sondern entwickelte sich auch zu einer wichtigen Führungsspielerin. Auch im Nationalteam nimmt Stalder eine zentrale Rolle ein. Als Kapitänin führte sie die Schweizerinnen Anfang Jahr bei den Olympischen Winterspielen in Norditalien zur Bronzemedaille. Für das Nationalteam war dies ein bedeutender Erfolg. An der nun bevorstehenden Weltmeisterschaft in Dänemark wollte das Team von Trainerin Shannon Miller an diese Leistung anknüpfen. Die Schweiz strebt dabei eine weitere WM-Medaille an – erstmals seit Bronze im Jahr 2012. Mit Stalder fehlt dem Team eine Spielerin, die auf internationaler Ebene viel erlebt hat und Verantwortung übernimmt. Ihren Platz im Aufgebot nimmt die 19-jährige Stürmerin Elisa Dalessi vom HC Davos ein. Sie wurde nach der Verletzung Stalders nachnominiert.
Trotz des Ausfalls ihrer Kapitänin ist der EV Zug in der Schweizer Auswahl stark vertreten. Nationaltrainerin Shannon Miller hat insgesamt 25 Spielerinnen für die Weltmeisterschaft nominiert. Sieben davon spielen beim EV Zug: Torhüterin Chiara Pfosi, die Verteidigerinnen Mara Frey und Nina Harju sowie die Stürmerinnen Rahel Enzler, Jael Manetsch, Alina Marti und Luisa Waser. Für die sieben Zugerinnen ist die Teilnahme eine Gelegenheit, sich auf internationaler Bühne zu zeigen. Besonders Torhüterin Chiara Pfosi kann auf eine starke Saison zurückblicken. Auch die weiteren EVZSpielerinnen gehören zum Kader, das die Schweiz in Dänemark vertreten wird.
Die Schweizerinnen starten am Freitag um 19 Uhr gegen die USA ins Turnier. In der Gruppenphase warten ausserdem Tschechien, Österreich und Deutschland. Das Spiel gegen Tschechien findet am 8. November statt, jenes gegen Österreich am 10. November und die Partie gegen Deutschland am 11. November. Die WM beginnt für die Schweizerinnen somit mit einer personellen Veränderung auf einer wichtigen Position. Während Lara Stalder ihre Verletzung auskurieren muss, wird sich zeigen, wie das Team ihren Ausfall auffangen kann. Die sieben Spielerinnen des EV Zug gehören dabei zu den Zuger Vertreterinnen, die in Dänemark mit der Schweizer Auswahl antreten.
Michael Schwegler
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